Innovativ und nachhaltig mobil durch die Hansestadt

Nachdem wir im März über den Projektstart berichteten, haben wir uns zur Veröffentlichung des in2Lübeck Blogs noch einmal mit dem Stadtverkehr Lübeck getroffen. Hier hatten wir die Gelegenheit, den Projektmanager Svante Lietzke kennen zu lernen und ihn zu dem aktuellen Stand des Projekts zu befragen.

Stadtverkehr Lübeck startet „in2Lübeck“

Ressourcenschonend, individuell und mobil in Lübeck: Das sind die Ziele des Projekts „in2Lübeck“ der Stadtverkehr Lübeck GmbH, für das unser Verein jetzt die Schirmherrschaft übernommen hat. Im Kern geht es um die Integration so genannter On-demand-Ridepooling-Dienste in den ÖPNV. Für das Projekt erhält der Stadtverkehr Lübeck eine Finanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der MobilitätsWerkStadt2025.

On-demand-Ridepooling führt zwei Ebenen von Mobilität zusammen: Der Bedarf des einzelnen, von einem Ort zum anderen zu gelangen, und die Nutzung innovativer, digitaler Technologien diese Fahrten effizient durchzuführen. Was früher das Sammeltaxi war, ist heute ein über eine App gesteuertes Angebot. Fahrgäste mit gleicher Route werden zusammengeführt, entsprechende Fahrzeuge ressourcenschonend und günstig bereitgestellt. 

Ein Beispiel für die Form der geteilten Mobilität gibt es bereits: Mit LÜMO bietet der Stadtverkehr Lübeck bereits seit 2018 einen nächtlichen passgenauen Mobilitätsservice an. LÜMO fährt ohne Fahrplan, ohne Haltestellen und ohne Linien. Eingesetzt werden ausschließlich Elektrofahrzeuge.
„Wir wollen einen Beitrag leisten, die Mobilitätswende in Lübeck zügig voranzutreiben. Ziel ist, die Menschen aus ihren Autos in öffentliche Verkehrsmittel zu bringen“

Dr. Carolin Höhnke, Projektleiterin und Leiterin Mobilitätsmanagement/Verkehrsplanung beim Stadtverkehr

Der lokale Fokus des Projekts liegt zurzeit auf dem Stadtgebiet der Hansestadt Lübeck, eine Erweiterung in die angrenzenden ländlichen Gebiete ist denkbar. Randzeiten mit geringer Nachfrage im Linienverkehr könnten ebenfalls bedient werden. 

Derzeit wird ein Pilotgebiet für das Projekt gesucht. Der intensive Austausch soll mit den Nutzerinnen und Nutzern des Angebots über Bürgerdialoge gesucht und so das On-demand-Ridepooling bestmöglich kundengerecht auf dem Markt etabliert werden. „Nur wenn alle Mobilitätsangebote gut miteinander verknüpft sind, können wir Menschen für Mobilitätsalternativen begeistern. Lübeck hat hier bundesweit eine Vorreiterrolle. Das finde ich spannend“, erläutert Projektmanager Svante Lietzke (zu sehen auf dem Foto rechts) seine Motivation. 

in2Lübeck soll zur Lösung verkehrlicher Probleme in Lübeck beitragen und ist gleichzeitig ein Ansatz, der auch anderen Städten für eine zukunftsweisende Mobilität dienen kann. Das Forschungsprojekt wird vom Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck, unser Partner im Verein EnergieCluster Digitales Lübeck, wissenschaftlich begleitet.

Unterstützt wird in2Lübeck von der Hansestadt Lübeck als Aufgabenträger des Stadtverkehrs.​